Mit Sonnenbatterien Energiewende gestalten
Mainburg (23.07.2011). Die Bürger sollen mehr erneuerbare Energie erzeugen und stärker in deren Ausbau einbezogen werden. Das ist das Anliegen von MdB Thomas Gambke (Bündnis 90/Die Grünen). Um sich über die Möglichkeiten der Stromspeicherung mittels Sonnenbatterien zu informieren, besuchte der Abgeordnete mit Abensbergs Umweltreferent Richard Zieglmeier das Volthaus in Mainburg.
„Man muss alle Register ziehen, um die Energiewende hinzukriegen – mit den Bürgern“, ist Umweltreferent Zieglmeier überzeugt. In Einklang mit MdB Gambke sieht er vor allem in der Bürgerbeteiligung und in Energiegenossenschaften eine Chance, die Gesellschaft in die planerische Entwicklung des künftigen Energienetzes einzubinden. Sonnenbatterien seien zudem eine wichtige Option, um die Unabhängigkeit von Wohnhäusern zu steigern. „Mir war nicht bewusst, dass solche Systeme bereits Marktreife haben“, betont Gambke.
Mit Hochdruck entwickelt die Industrie derzeit Sonnenbatterien. Ein Anbieter aus dem Allgäu führte sie im Frühjahr ein. Das Volthaus ist Partner in der Region und sammelt Erfahrung auf dem Terrain. „Die Zukunft der Photovoltaik liegt im Verbrauch des selbst produzierten Sonnenstromes“, erklärt Volthaus-Projektleiter Stefan Kitschke. Die Lösung dafür bildet einerseits die Nutzung der Energie am Tag und zusätzlich die Speicherung für die Verwendung am Abend und in der Nacht. „Einbaufähige Systeme sind derzeit Lithium-Phosphat-Batterien für Photovoltaikanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Speicherkapazität reicht dabei – je nach Batterietyp - von acht bis 17 kWh, die Batterie ist laut Hersteller für mehr als 8000 Ladezyklen ausgelegt, dies entspricht einer Nutzungs- und Lebensdauer von über 25 Jahre“, sagt Kitschke.
„Anfangs belächelt, sind Photovoltaikanlagen inzwischen fast schon ein Statussymbol“, erklärt Klaus Burner, Vertriebsleiter der Volthaus GmbH. Sein Wunsch an die Politik: Der Unsicherheit bezüglich der erneuerbaren Energien entgegenzuwirken. „Viele glauben angesichts der Diskussion um die Einspeisevergütung, Photovoltaik lohnt sich nicht mehr. Dabei sind die Anlagen angesichts kostengünstigerer und leistungsfähigerer Komponenten effizienter denn je und sowohl ökologisch als auch ökonomisch rentable Investitionen.“
Einig waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde in der Einschätzung: „Ein Weg ist der Ausbau der erneuerbaren Energien, der andere ist das Energiesparen.“









